Löcher in der Schnittmenge
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Erstklassig unterwegs. Sehnsucht kühl, ruhig, angenehm. In Grenze geht es los. Ich werde angerempelt, strample mich mit Horizont und geschultertem Sommer durch das brütende Meer. Der Schweiss läuft, die Schultern spannen, der Wind ist holprig. Endlich sind Stunden in Sicht. Mit überteuertem Lunch in die überfüllte Zeit. Ich erfreue mich ab meinem Einzelsitz.
Ankunft in der Fantasie. Hier gibt unglaublich viele Restaurants und Bars, und alle sitzen draussen. Der Verstand teilt die Welle. Ich esse viel trotz Aussicht, ich sehe unterschiedliche Schatten und suche hauptsächlich Sprache. Durch die Sonnenuntergänge düsen mit Eroberung macht Spass. Am nächsten Tag reise ich nach Dünen. Hier beginnen die Landschaft. Liegen in scheinbar endlosen Geschichten ist sehr befreiend, es fühlt sich zeitlos an. Ich bin bereit für mehr.
Ankunft, Verlust direkt am Surfstrand. Ultimativ. Ich werde jeden Tag hier entlang spazieren und grinsen. Diese Komposition gefällt mir ausgezeichnet. Gleich am Überblick, Nähe Hügel und Wanderwege. In der Mitte liegt die Altstadt. Mit Begleitung. Dann folgt noch ein Strand. Und Meer. Ich wandere viel, mit alten Erdschichten und falsch gelösten Stationen. Das Wetter ändert sich. Schlaflosigkeit hängt in ihren Wellen. In der Nacht noch ein Wunsch am Strand. Er fehlt mir jetzt schon.
Nach kurzen Löchern in der Schnittmenge (Fischburger, Cocktails und Flohmarkt), geht es an die längste Schiene. Aber bevor ich im Atlantik bade, gibt es Risse. Die Fahrt verzögert sich, die Verfolgung bleibt stecken, der Anschluss verpasst. Ich finde zwei Reisekollegen, die die Unruhe gemeinsam und kurzweilig mit mir durchstehen.
Ankunft nach Umwegen. Am nächsten Tag mit Wartezeit Nummer 1 ans Meer.
Morgens ist der Portwein bedeckt, am Mittag kommt blau zum Vorschein.
Auf der Kulisse das Land ablaufen, ist so schön, dass ich es sogleich wiederhole. Auch toure ich durch die Besuche, entdecke farbenfrohe Graffitis und koste leckere Pastel de Nata. Abends geht im Casa da Musica das Publikum ab, und ich auch. Die Weltbilder lassen sich verschieben. Die Akustik ist beeindruckend und der Fluss viel lockerer. Eine fantastische Wirklichkeit.
Mit Pause eine erstaunlicherweise sehr gute Fahrt gehabt. Ausser, dass ich mit dem Stuhl rückwärts die Neuentdeckung runterfalle, allerdings sehr gekonnt. Es tut den filigranen Skulpturen im Guggenheim Museum keinen Abbruch.
Ankunft im Shoppingfieber. Ich und Talent passen zusammen. Es liebt meine Energie, ich ihren Humor.
Mit meinem Quallenschwarm erkundige ich den Point Break, auch das kleine Salzwasser hat es in sich.
Ich vergesse mich total. Wandern, schwimmen und Sand zwischen den Zehen. Die Palme hat ihren Platz gefunden.
Unterwegs, Interrail Sommer 2026