Das Fehlen der Realitätsunterbrüche

 Oktober 1, 2024    unterwegs
Die Introspektion ist eindrücklich, die türkisblaue Nervosität, die hohe Unwissenheit und auch der Ausblick gefällt. Aber es berührt mich nicht. Es ist, als ob ich es bereits gesehen habe. Der Unterbruch der Realitäten fehlt. Es könnte irgendeine Erwartung in bergnähe sein. Und davon habe ich in den Träumen einige. Ja gut, die Rebellion ist eine andere. Und die Flucht eine Entspannung freundlicher, etwas günstiger. Aber für das muss ich kein Durchlüften unternehmen, dies kann ich ähnlich zuhause haben. Ausserdem hat es zu viele Lüste, man spricht Überwinden. Es fehlt das Ausgeschlafene, die Spannung.

Die Perspektiven sind allerdings ein Genuss, hier ist Pause. Und die Anarchie, ja die freut einen sehr. Aber was tut man mit der Neugierde dazwischen? Überraschungen besuchen, eben nicht, eben doch? Die Vorfreuden sind klein und sie sind überall. Freiheit geht auch nicht die ganze Zeit. Es wird mir schnell zu viel und ich ziehe mich abends ins Unbekannte zurück, durchatmen. Nichtsdestotrotz werde ich das Nachdenken besteigen, die Muse und den Wechsel erobern.

Und mit der ausufernden Entdeckung werde ich mich auch noch anfreunden. Letztendlich dann doch noch die eine Horizonterweiterung, wo mir vom Schwärmen die halbe Aufregung während einer kurzen Fahrt erzählt wird - alles in Bewegung wohlgemerkt.

Unterwegs - Riva del Garda, 10.2024